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BEKÄMPFUNG DER BODENEROSION
Die Erosion der landwirtschaftlichen Böden schwemmt große Mengen Sedimente in die Wasserläufe, was negative
physikalische Auswirkungen haben kann (Kolmatierung der Sohle, Auswirkungen auf die Fische) und auch große Mengen an
Stickstoff, Phosphor und Pestiziden in die Wasserläufe spült. Es ist wichtig, eine reglementarische Basis für die gute fachliche
Praxis festzulegen, die auf Böden mit hohem Erosionsrisiko anzuwenden ist.
VERRINGERUNG DER VERSCHMUTZUNGMIT PESTIZIDEN
Das wallonische Pestizidreduktionsprogramm wurde 2013 genehmigt. Es enthält Maßnahmen zur Sensibilisierung, zur
Schulung und zum Schutz der Wasserläufe und des Grundwassers.
2.
Die Verringerung der direkten Einleitung von Schadstoffen
Der größte Teil der direkten Einleitung von Schadstoffen in die Wasserläufe erfolgt über ungeklärte städtische Abwasser. Die
Wallonie hat zwar einen großen Teil ihres Verzugs im Gebiet der ungeklärten städtischen Abwasser aufgeholt, die Arbeit ist
jedoch noch nicht völlig abgeschlossen. Und selbst wenn es eine Kläranlage gibt, so sind doch zahlreiche Gelegenheiten zu
beobachten, in denen das Abwasser in die Gewässer austritt, statt bis zur Kläranlage transportiert zu werden. Gründe dafür
können zum Beispiel ein fehlender Anschluss an den öffentlichen Abwasserkanal, öffentliche Abwasserkanäle von schlechter
Qualität oder der schlechte Zustand gewisser Anlagen sein. Manche Unternehmen verfügen über eine Genehmigung für
Abwassereinleitungen, die sich jedoch als ungeeignet für die von der Richtlinie verlangten Qualitätsansprüche unserer Flüsse
und unseres Grundwassers erweisen können.
SAMMLUNG UND KLÄRUNG DER KOMMUNALEN ABWASSER
Die Investitionen für die Sammlung und Aufbereitung der Abwasser werden abschließend weitergeführt, was eine
Verbesserung der bestehenden Abwassersammlungsanlagen und Abwassernetze bewirkt.
ÜBERPRÜFUNG DER UMWELTGENEHMIGUNG DER
INDUSTRIEN
In bestimmten Flüssen der Wallonie, hauptsächlich im Distrikt Schelde, kann die Wasserqualität durch industrielle
Einleitungen verschlechtert werden, ungeachtet des Umstands, dass die Unternehmen über Genehmigungen für
Abwassereinleitungen verfügen, da sich diese als ungeeignet für den Zustand des Gewässers erweisen können. Sie müssen
überprüft und eventuell abgeändert werden, um die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zu berücksichtigen.
REGENWASSER-MANAGEMENT
Das in das Abwassernetz eindringende Regenwasser kann in den Kläranlagen, in die sie münden, zu Betriebsstörungen
führen. Diese Problematik ist noch wenig erforscht und es müssen zunächst Untersuchungen angestellt werden, um eine
geeignete Lösung zu finden.