Das Wasser geht uns alle an (WRRL - Bewirtschaftungspläne der Wallonie)
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Generaldirektion für Landwirtschaft, natürliche Reserven und Umwelt - DGO3/SPW           

Allgemeines Glossar

Alle Fassungen dieses Artikels: [Deutsch] [français] [Nederlands]

 Akronyme 

 A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z 

 A  

10-Sous:
Datenbank zur Lage der Entnahmestellen für Grundwasser rund um einen Punkt bekannter Lambert-Koordinaten in einem bestimmten Umkreis.

Abbauprodukt :
Ein oder mehrere Stoff(e) aus dem Abbau oder der Reaktion von in Pflanzenschutzmitteln enthaltenen Stoffen, deren Vorhandensein in der Umwelt das Ergebnis der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln ist.

Abfluss :
Physikalisches Phänomen eines unorganisierten Wasserabflusses auf der Fläche eines Wassereinzugsgebiets in der Folge von Regenfällen. Der Abfluss setzt sich bis zu dem Punkt fort, an dem er auf einen Fluss, ein Abwasserreinigungsnetz oder einen Sumpf trifft. Die Stärke des Abflusses ist abhängig von der Kombination verschiedener Faktoren: Intensität der Niederschläge, Wert des Gefälles, Dichte des Pflanzenbewuchses, menschliche Tätigkeiten usw.

Abflussbereiche:
Kleiner Flussabschnitt (im Allgemeinen mit einer Länge von 1 bis 10 Mal die volle Breite), der für eine Fläche von einigen m2 bis zu einigen hundert m2 eine Homogenität im Hinblick auf die Strömungsgeschwindigkeit, Tiefe, Korngröße, Gefälle des Betts und der Wasserstandslinie und der Querprofile aufweist.

Abgabe auf die Einleitung häuslicher Abwässer :
Abgabensystem, das durch das Dekret vom 30.04.1990 zur Erhebung einer Abgabe auf die Einleitung von industriellen und häuslichen Abwässern eingeführt wurde. Sie geht, mit Ausnahme bestimmter besonderer Einrichtungen oder Betreiber (Krankenhäuser, Kliniken usw.), die die von der Regierung festgelegten besonderen Bedingungen erfüllen, zu Lasten von natürlichen Personen oder ökonomischen Betreibern (Unternehmen oder Gesellschaften), die Haushaltsabwasser einleiten.

Abgabe auf die Einleitung industrieller Abwässer :
Abgabensystem, das durch das Dekret vom 30.04.1990 zur Erhebung einer Abgabe auf die Einleitung von industriellen und häuslichen Abwässern eingeführt wurde. Sie geht zu Lasten der Betreiber, die andere Abwässer als das durch das Dekret definierte Haushaltsabwasser einleiten.

Absenkung:
In den geologischen Wissenschaften bezeichnet der Begriff ein langsames Absinken der Lithosphäre (allmähliches Absinken eines kontinentalen Küstengebiets), das zur fortschreitenden Ablagerung von Sedimenten unter gleichbleibender Wassertiefe führt.

Abstieg :
Aktion eines Wanderfisches, sich flussabwärts zu bewegen, um zu einem für seine Entwicklung wichtigen Platz zurückzukehren (Ort der Fortpflanzung oder Entwicklung).

Abwasserreinigung:
Alle Techniken der Sammlung und Behandlung von Abwasser vor dessen Einleitung in die natürliche Umwelt (Netz aus Abwasserrohren und Sammlern, Regenauffangbecken und Klärstationen). Die Behandlung und Entsorgung von Klärschlamm sind Teil der Abwasserreinigung. Die Abwasserreinigung kann kollektiv oder autonom erfolgen.

Abwasserreinigungsplan pro Teileinzugsgebiet (PASH) :
Abwasserreinigungsplan, in dem die Reinigungsverfahren (kollektiv, autonom oder vorübergehend) für alle Gebiete angegeben werden, die gemäß den Sektorenplänen für die Verstädterung vorgesehen sind, und in dem die Aufgaben und Pflichten in Bezug auf die Behandlung und Entsorgung städtischer Abwässer genannt werden.

Altwasser:
Alle alluvialen Feuchtgebiete, die dauerhaft oder zeitweise durch oberirdische oder unterirdische Verbindungen mit Fließgewässern in Beziehung stehen: Nebenarme, tote Arme, Tümpel, überflutete Sumpfwiesen usw.

Agrarumweltmaßnahmen :
Maßnahmen für eine bessere Berücksichtigung der Umwelt (Schutz der Gewässer usw.) in den landwirtschaftlichen Praktiken durch: - Förderung der Landwirte, die die Verwendung von Düngern und Pestiziden begrenzen – Förderung der Verkleinerung der Herden, um die Verschmutzung durch Abwässer aus der Tierzucht zu mindern – Förderung der Landwirte, die Praktiken übernehmen, durch die die Qualität der ländlichen Umwelt oder die Pflege aufgegebener Ländereien verbessert wird – Förderung des Einfrierens von Ackerland über 20 Jahre für Umweltzwecke. Diese Maßnahmen werden durch Zahlungen in Form eines Vertrags zwischen dem Staat, der EU und den landwirtschaftlichen Bewirtschaftern mit einer Laufzeit von 5 bis 10 Jahren (sogar 20 Jahren) umgesetzt, die den Landwirten gewährt werden, die sich umweltfreundlicher landwirtschaftlicher Praktiken bedienen.

Alkalinität :
Fähigkeit des Wassers, Säure zu neutralisieren. Diese ist insbesondere abhängig von der Konzentration an Hydroxiden, Karbonaten und Bikarbonaten im Wasser. Eine Lösung ist umso alkalischer, je höher ihr pH-Wert über 7 liegt.

Altwasser:
Alle alluvialen Feuchtgebiete, die dauerhaft oder zeitweise durch oberirdische oder unterirdische Verbindungen mit Fließgewässern in Beziehung stehen: Nebenarme, tote Arme, Tümpel, überflutete Sumpfwiesen usw.

AMICE:
Projekt: „Die internationale Kommission für die Maas und die Klimaänderungen: Wie geht es weiter?“ »

Anreicherung von Grundwasser:
Anteil der Niederschläge, der bis in das Grundwasser sickert.

Anteil der Bodengebundenheit (BG):
Verhältnis zwischen den Mengen an organischem Stickstoff eines landwirtschaftlichen Betriebs (interne Produktion + Einfuhren - Ausfuhren) und dessen zugelassener Ausbringungskapazität.

Anthropogen:
Bezeichnet die Folgen menschlicher Eingriffe.

Aqualim:
Webseite(http://aqualim.environnement.wallonie.be/login.do) mit Informationen über das Wasserstandsmessungsnetz der Direktion der nicht schiffbaren Wasserläufe.

Aquaphyc:
Webseite (http://aquaphyc.environnement.wallonie.be/login.do ) mit Angaben zu den chemischen und physkalisch-chemischen Eigenschaften der Wasserläufe in Wallonien der Direktion Oberflächengewässer.

Aquapol:
Webseite (http://aquapol.environnement.wallonie.be/le_projet_aquapol.htm ) mit Messdaten je Warnnetz.

AQUAWAL:
Berufsverband der Betreiber des Wasserzyklus in der Wallonischen Region (http://www.aquawal.be)

Autonome Abwasserreinigung (siehe auch Abwasserreinigung):
Die autonome Abwasserreinigung besteht in der Behandlung von Abwasser eines Haushalts innerhalb der Parzelle selbst. Im Gegensatz zur kollektiven Abwasserreinigung ist für die autonome Abwasserreinigung kein Kanalisations- und Sammlungsnetz erforderlich. In diesem Fall ist der Bürger für die Bewirtschaftung des individuellen Klärsystems direkt verantwortlich. Die Behandlung von Abwasser mehrerer benachbarter Häuser auf dem gleichen Privatgrundstück, gruppierte autonome Abwasserreinigung genannt, stellt eine Erweiterung des Begriffs der autonomen Abwasserreinigung dar.

Autonome Abwasserreinigung (siehe auch Abwasserreinigung):
Die kollektive Abwasserreinigung betrifft städtische Abwässer aus Ballungsgebieten. Hier durchlaufen die Abwässer ein Netz von Abwasserrohren und Sammlern und gelangen dann in eine oder mehrere kollektive Klärstationen, wo sie behandelt werden. In Wallonien betreiben und verwalten sieben zugelassene Kläreinrichtungen die kollektiven Klärstationen, in enger Zusammenarbeit mit der SPGE.

Aufstieg :
Aktion eines Wanderfisches, sich flussaufwärts zu bewegen, um zu seinem Ort der Fortpflanzung oder Entwicklung zurückzukehren.

Aufteilung der Kosten für die öffentliche Abwasserreinigung nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit :
Die Verbraucher (vor allem Haushalte und Betriebe), die die öffentlichen Reinigungsleistungen (aufgrund der unzureichenden Kapazität der vorhandenen Infrastruktur für die Behandlung) nicht nutzen können, tragen über die Zahlung von Steuern, Abgaben und über den tatsächlichen Kostenpreis Reinigung zur Finanzierung der Dienstleistungen bei, die für die Verbraucher erbracht werden, die diese tatsächlich nutzen.

Autonome Abwasserreinigung (siehe auch Abwasserreinigung):
Die autonome Abwasserreinigung besteht in der Behandlung von Abwasser eines Haushalts innerhalb der Parzelle selbst. Im Gegensatz zur kollektiven Abwasserreinigung ist für die autonome Abwasserreinigung kein Kanalisations- und Sammlungsnetz erforderlich. In diesem Fall ist der Bürger für die Bewirtschaftung des individuellen Klärsystems direkt verantwortlich. Die Behandlung von Abwasser mehrerer benachbarter Häuser auf dem gleichen Privatgrundstück, gruppierte autonome Abwasserreinigung genannt, stellt eine Erweiterung des Begriffs der autonomen Abwasserreinigung dar.

Auwald:
Bewaldete Pflanzenformation entlang der Wasserläufe. Im weiteren Sinn Pflanzenformationen einschließlich krautartiger Pflanzen, die die Aufgabe des Übergangs zwischen der aquatischen und terrestrischen Umwelt übernimmt.

 B  

Begraste Wendefläche :
Nicht oder kaum kultivierter Saum eines Felds am Ende der Kulturreihen, auf dem der Traktor manövriert.

Beitrag für den Schutz der Wassergewinnung :
Er wurde durch das Dekret vom 30.04.1990 zur Erhebung einer Abgabe auf die Einleitung von industriellen und häuslichen Abwässern eingeführt. Sein Anwendungsbereich erstreckt sich auf die Entnahmestellen für Wasser, das zu Trinkwasser aufbereitbar ist (Oberflächengewässer oder Grundwasser). Er geht zu Lasten der Erzeuger-Versorger, die keinen Dienstleistungsvertrag zum Schutz der Wassergewinnung mit der SPGE abgeschlossen haben, und wird in den Wasserschutzfonds eingezahlt. Er ist proportional zu den erzeugten Wassermengen. Der Erlös aus dem Beitrag wird anschließend monatlich an die SPGE gezahlt.

Belastung :
Direkte Aktion, die durch eine menschliche Tätigkeit an dem Ort, an dem diese eintritt, ausgeübt wird, zum Beispiel eine Wasserentnahme, eine Einleitung von Abwässern, eine Veränderung der Morphologie eines Wasserlaufs usw.. Es wird zwischen punktuellen Belastungen, die an einem bestimmten Punkt eines gegebenen Gebiets (zum Beispiel der Punkt der Einleitung in einen Wasserlauf einer Kanalisation) ausgeübt werden, und diffusen Belastungen unterschieden, die diffus in einem gesamten gegebenen Gebiet ausgeübt werden (zum Beispiel Nitrate landwirtschaftlichen Ursprungs, die von den Nutzpflanzen nicht verwendet werden und in die Tiefe eindringen und dabei das Grundwasser verschmutzen).

Benthische Makroinvertebrate:
Alle wirbellosen Organismen, die den Grund der Wasserläufe bevölkern und die an der Oberfläche des Substrats oder in dessen Zwischenräumen leben. Hierbei handelt es sich zum Großteil um Larven von Insekten, Weichtieren und Würmern.

Bestandsaufnahme:
Dokument, das sämtliche Informationen enthält, die eine Beschreibung der Flussgebietseinheiten und Teileinzugsgebiete in Wallonien ermöglichen, und das in Übereinstimmung mit dem Wassergesetzbuch und in Anwendung von Artikel 5 der Wasserrahmenrichtlinie erstellt wird. Diese Bestandsaufnahme umfasst eine Analyse der Merkmale der Flussgebietseinheit, eine Studie über die Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf den Zustand der Oberflächengewässer und des Grundwassers sowie eine wirtschaftliche Analyse der Wassernutzung.

Betriebskosten der Dienstleistungen :
Laufende oder gewöhnliche Bewirtschaftungskosten der Dienstleistungen im Lauf eines einjährigen Geschäftsjahrs. Sie bestehen aus den Beschaffungskosten für Rohstoffe und Energie, den Personalkosten, Verwaltungskosten usw.

Bewirtschaftungsplan der Flussgebietseinheit (BPFGE): V:
on der Wallonischen Region (WR) ausgearbeiteter Plan, um eine der Verpflichtungen aus der Wasserrahmenrichtlinie (Richtlinie 2000/60/EG) zu erfüllen.

Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB):
Sauerstoffverbrauch, der für die biologische Oxidation organischer Stoffe erforderlich ist. Die Ergebnisse werden in Milligramm verbrauchten Sauerstoffes pro Liter Wasser in einer bestimmten Anzahl an Tagen (oft fünf Tage: BSB5) ausgedrückt.

Biota:
Alle lebenden Organismen (Pflanzen, Mikroorganismen, Tiere usw.) in einem in einem spezifischen Lebensraum oder einem ganz bestimmten Biotop (Lebensraum einer Art). Die Biota, mit denen sich die Wasserrahmenrichtlinie befasst, sind Fische und bestimmte wirbellose Tiere (Krebstiere und Weichtiere).

Biozidprodukte:
Wirkstoffe und Präparate mit einem oder mehreren Wirkstoffen in der Form, in der sie dem Verwender geliefert werden, und die dem Zweck dienen, (i) die Schadorganismen zu vernichten, abzustoßen oder harmlos zu machen, (ii) deren Aktion zu verhindern oder diese auf andere Weise durch eine chemische oder biologische Wirkung zu bekämpfen (Richtlinie 98/8/EG).

Biozönotischer Index :
Die aquatischen Biozönosen sind abhängig von zahlreichen Umweltfaktoren (zum Beispiel von der physikalisch-chemischen Wasserqualität, der Verschmutzung, der Eutrophierung, der Flora, der Art des Grunds und der Ufer des Wasserlaufs, der Strömungsgeschwindigkeit usw.) und sind sehr repräsentativ für das Ökosystem. Sie stellen Indikatoren der Wahl für die Bewertung der ökologischen Qualität der Wasserläufe dar. Die wichtigsten als Bioindikatoren in der aquatischen Umwelt verwendeten Gemeinschaften sind benthische Macroinvertebrate, Kieselalgen, Fische, Macrophyten und das Phytoplankton.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) :
Summe der Mehrwerte aller Produktionszweige (erhöht um die Mehrwertsteuer auf die Produkte und Zollgebühren). Es besteht aus dem Markt-Bruttoinlandsprodukt (ausgetauschte Waren und Dienstleistungen) und dem Nichtmarkt-Bruttoinlandsprodukt (von den öffentlichen und privaten Verwaltungen kostenlos oder fast kostenlos erbrachte Dienstleistungen). Es wird in Geldeinheiten ausgedrückt.

Bypass für Klärstationen (oder Gewitterüberlauf) :
Bei hochintensiven Regenepisoden (z. B. bei Gewittern) werden die Abwässer der zur Ausstattung der Klärstation gehörenden Gewitterbecken durch Regenwasserauslässe direkt in den Wasserlauf umgeleitet, sobald sie ihre maximale Abwasserspeicherkapazität erreicht haben. Die Abwässer werden daher nicht von der Station behandelt.

 C  

Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB):
Sauerstoffverbrauch, der für die Oxidation von organischen und mineralischen Stoffen des Wassers mittels starker chemischer Oxidantien erforderlich ist. Dieser ermöglicht, die Schadstoffbelastung der Abwässer zu bewerten. Die Ergebnisse werden in Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser ausgedrückt.

Chemischer Zustand:
Bewertung der Wasserqualität anhand einer Analyse der Konzentration von verschiedenen Schadstoffen. Die betreffenden Schadstoffe, darunter auch die prioritären Stoffe (siehe Definition), sind in den Anhängen IX und X der Rahmenrichtlinie aufgeführt. Der gute chemische Zustand eines Oberflächengewässers gemäß Artikel 2 § 24 der Richtlinie ist „der chemische Zustand, den ein Oberflächenwasserkörper erreicht hat, in dem kein Schadstoff in einer höheren Konzentration als den Umweltqualitätsnormen vorkommt“. Die Qualitätsnormen für Grundwasser beziehen sich auf die zulässigen Höchstkonzentrationen gemäß verschiedener Rechtsvorschriften bezüglich Nitrat, Pflanzenschutzmitteln und Bioziden. Hinsichtlich der nicht durch die europäischen Rechtsvorschriften erfassten Schadstoffe mussten die Mitgliedsstaaten bis Juni 2006 Schwellenwerte festlegen. Die Bewertung des chemischen Zustands umfasst zwei Klassen: „gut“ und „nicht gut“.

 D  

Dauernder Wohnsitz:
Der dauernde Wohnsitz bezeichnet „sämtliche touristischen Ausstattungen, die von ihren Bewohnern als Hauptwohnung genutzt werden“.

Drittbehandlung:
Die Drittbehandlung besteht darin, die in den Abwässern enthaltene Stickstoff- und Phosphorbelastung zu beseitigen und damit der Eutrophierung der Flüsse und Küstengewässer entgegenzuwirken. Diese Behandlung ist in der Wallonie für alle Stationen mit einer Kapazität von mehr als 10.000 EW Vorschrift. Die diese Schadstoffbelastung charakterisierenden Parameter sind die Gesamtkonzentration an Stickstoff und Phosphor, die ausgedrückt werden in mg N/l bzw. mg P/l.

 E  

Einheitlicher Buchungsplan :
Der einheitliche Buchungsplan für den Wassersektor in der Wallonischen Region zielt darauf ab, für die Wasserversorger und -produzenten geltende Regeln aufzustellen, um den tatsächlichen Kostenpreis Verteilung (CVD) in der Wallonischen Region gemäß Artikel 228 des Dekrets vom 12.02.2004 zu ermitteln. Der Buchungsplan ist seit dem 1. Januar 2006 in Kraft.

Einwohnergleichwert (EW):
Theoretischer Begriff, der die durchschnittliche Verschmutzungsbelastung pro Person und Tag in einer Einleitung ausdrückt.

Elektrische Leitfähigkeit:
Fähigkeit, elektrischen Strom zu leiten. Die elektrische Leitfähigkeit des Wassers hängt im Wesentlichen von dessen Gehalt an gelösten anorganischen Salzen ab.

Elektrisches Fischen :
Technik, die ermöglicht, die Fische zu entnehmen, ohne sie zu verletzen. Diese besteht darin, im Wasser kontrolliert Strom durchzuleiten, um den Fisch anzuziehen und zu immobilisieren.

Empfindliche Gebiete:
Im Sinne der Richtlinie 91/271/EWG wird ein Oberflächenwasserkörper als empfindlich ausgewiesen, (i) wenn erwiesen ist, dass er eutroph ist oder werden könnte, sofern keine Schutzmaßnahmen getroffen werden, (ii) wenn der Oberflächenwasserkörper zur Trinkwasserentnahme dient und die Gefahr besteht, dass er höhere Nitratkonzentrationen aufweist, als durch die Normen vorgegeben, sofern keine Maßnahmen getroffen werden, (iii) wenn das Wasser zusätzlich behandelt werden muss, um den Anforderungen anderer europäischer Richtlinien gerecht zu werden.

Enterokokken :
Bakterien mit anaerobem Stoffwechsel, die gewöhnlich in Form von Ketten auftreten. Sie sind opportunistische Krankheitserreger, die über den Darm ausgeschieden werden und Blutvergiftungen und Infektionen der Harnwege oder des Magen-Darm-Traktes verursachen können.

Entwässerung :
In der Wallonischen Region nennt man „Entwässerungsarbeiten“ die Errichtung von Pumpwerken und Rohrleitungen zum Zweck der Ableitung des Wassers aus der öffentlichen Kanalisation in die Oberflächengewässer in Gebieten, in denen der Boden infolge des Bergbaus abgesackt ist, um die Überschwemmung der Keller und Erdgeschosse bei intensiven Regenfällen und Flusshochwasser zu verhindern. Diese Werke versorgen das Tal der Maas bei Lüttich, der Sambre bei Charleroi und der Haine im Borinage.

Entwässerungsgenossenschaft:
Öffentliche Verwaltungen, die zu dem Zweck eingerichtet wurden, innerhalb der Grenzen ihrer territorialen Zuständigkeit, eine für die Landwirtschaft und die Hygiene günstige Wasserregelung umzusetzen und aufrechtzuerhalten sowie das Land vor Überschwemmungen zu schützen (Gesetz vom 5. Juli 1956). Die Verbände der Eigentümer sind ebenfalls Entwässerungsgenossenschaften. Diese sind am ordnungsgemäßen Funktionieren und an der ordnungsgemäßen Pflege der klassifizierten und nicht klassifizierten Wasserläufe direkt beteiligt.

EPIC-Grid:
Mathematisches Modell auf physikalischer Grundlage, anhand dessen auf Ebene der Parzellen als auch auf Ebene des Einzugsgebiets Simulationen durchgeführt werden können. (weitere Informationen, siehe Begleitdokument „Methodischer Leitfaden“)

Erheblich veränderter Oberflächenwasserkörper (EVWK):
Oberflächenwasserkörper, dessen Eigenschaften aufgrund physikalischer Veränderungen infolge menschlicher Tätigkeiten grundlegend verändert wurden. Diese Wasserkörper werden durch die Mitgliedsstaaten entsprechend den Bestimmungen in Artikel 4(3) und Anhang II der Wasserrahmenrichtlinie ausgewiesen.

Ermittlungsweise Überwachung:
Diese Art der Überwachung wird durchgeführt, um (i) die Ursachen von unbekannten Zugängen zu erklären, (ii) die für die Einführung von Maßnahmenprogrammen zur Erreichung der Umweltziele erforderlichen Informationen bereitzustellen oder (iii) das Ausmaß und die Auswirkungen von Verschmutzungsunfällen zu ermitteln, sodass diesen abgeholfen werden kann.

Erstbehandlung:
Die Erstbehandlung besteht aus einer Dekantierung der im Wasser schwebenden festen Stoffe. Der diese Schadstoffbelastung charakterisierende Parameter ist der Gehalt an Schwebstoffen (mg Schwebstoffe/l).

Escherichia coli (oder Kolibakterie):
Temperaturbeständige Kolibakterie, die bei 44°C wachsen kann und normalerweise im menschlichen Verdauungstrakt sowie in Wasser vorkommt, das eine mikrobiologische Verschmutzung aufweist. Sie ist ein Anzeichen für eine Verunreinigung des Wassers durch Fäkalien.

European Pollutant Emission Register (EPER):
Europäisches Schadstoffemissionsregister. Es handelt sich um das erste paneuropäische Register bezüglich der Schadstoffemissionen durch die Industrie in Luft und Wasser. Es wurde 2006 durch das E-PRTR-Register ersetzt.

Eutrophierung:
Anreicherung der Oberflächengewässer mit Nährstoffen, vor allem mit Phosphor- und Stickstoffverbindungen, was zu einer übermäßigen Vermehrung der Pflanzen führt.

EVWK Erheblich veränderter Wasserkörper:
Oberflächenwasserkörper, dessen Eigenschaften aufgrund physikalischer Veränderungen infolge menschlicher Tätigkeiten grundlegend verändert wurden. Diese Wasserkörper werden durch die Mitgliedsstaaten entsprechend den Bestimmungen in Artikel 4(3) und Anhang II der Wasserrahmenrichtlinie ausgewiesen.

 F  

FAME (Fish-based Assessment Method for the Ecological Status of European Rivers) :
Europäischer, dem IBIP entsprechender Index, der aufgestellt wurde, um die Rahmenrichtlinie 2000/60/EG zu erfüllen.

Finanzplan der SPGE: rch die Vergütung der Leistungen für die Reinigung und den Schutz der Entnahmestellen auf Grundlage des durch den Finanzplan festgesetzten tatsächlichen Kostenpreises gewährleistet.:
Das Ziel dieses Plans besteht darin, die langfristige finanzielle Deckung der durch die SPGE für die Durchführung der ihr übertragenen Aufgaben (Abwassersammlung und -reinigung, Kanalisation, Entwässerung, Schutz der Entnahmestellen) eingegangenen Verpflichtungen zu gewährleisten. Die finanzielle Deckung der Verpflichtungen wird du

Fischerei:
Der Begriff bezeichnet die Fischereiwissenschaft und alles, was mit der Meeres- und Süßwasserfischerei in Zusammenhang steht.

Fischpassage :
Vorrichtung, um den Wanderfischen zu ermöglichen, ein Hydraulikwerk, vor allem aus Richtung stromabwärts in Richtung stromaufwärts, zu durchqueren.

Flussgebietseinheit :
Gebiet, das ein oder mehrere Einzugsgebiete einschließlich Grundwasser und Küstengewässer umfasst. Die Gebiete werden gemäß Artikel 3, Absatz 1 der Richtlinie 2000/60/EG als Hauptbewirtschaftungseinheiten der Einzugsgebiete ermittelt und festgelegt.

Flussvertrag:
Vereinbarung zwischen den öffentlichen und privaten Akteuren für ein einleitendes hydrografisches Einzugsgebiet zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wasserressourcen des Einzugsgebiets, des Wasserlaufs und dessen Zuflüsse. Sie ermöglicht eine partizipative Verwaltung der Wasserressourcen über Konsultation, Sensibilisierung und Information. Alle einvernehmlich festgelegten Aktionen werden in einem einzigen Dokument, dem Flussvertrag, der alle drei Jahre verlängert wird, vereint. In der Wallonie gibt es derzeit 16 Flussverträge (was 68 % der Fläche Walloniens darstellt) und 4 weitere sind in Planung.

Für die Klärung anerkannte Einrichtungen (OAA) :
Die, ehemals für die Reinigung anerkannte Einrichtungen genannten (OEA), für die Klärung anerkannten Einrichtungen sind im Bereich der Abwasserklärung in der Wallonischen Region tätige Interkommunale. Ihre Anzahl beträgt 8: AIDE, AIVE, INASEP, IDEA, INTERSUD, IPALLE, IBW und IGRETEC. Sie sind aktiv in der Erbringung der öffentlichen Reinigungsleistungen tätig: Sie gewährleisten, gegen Vergütung, insbesondere die Errichtung von Reinigungswerken wie Sammler und Klärstationen sowie (über Immobilien-Leasingverträge) den Betrieb dieser Werke.

 G  

Gebiet mit vorübergehender Abwasserreinigung:
Im Abwasserreinigungsplan nach hydrografischem Teileinzugsgebiet (PASH) stellt das Gebiet mit vorübergehendem Sanierungsverfahren einen Teil des Gebiets (gemeinsamer Teil oder Teil einer Gemeinde) dar, für den ergänzende Studien durchgeführt werden müssen, um entscheiden zu können, ob die Abwasserreinigung autonom oder kollektiv erfolgt. Die Gebiete mit vorübergehender Abwasserreinigung werden genauer untersucht (Anwendung des Prinzips Umweltkosten/Umweltnutzen), bevor das endgültige Reinigungsverfahren festgelegt wird.

Gefährdete Gebiete:
Im Sinne der Richtlinie 91/676/EG alle bekannten Gebiete in einem Mitgliedstaat, die in Gewässer entwässern und zur Verschmutzung dieser Gewässer durch Nitrate aus der Landwirtschaft beitragen.

Gefährdeter Wasserkörper:
Oberflächen- oder Grundwasserkörper, der wahrscheinlich nicht innerhalb der durch die Wasserrahmenrichtlinie vorgegebenen Fristen den guten Zustand erreicht, geht man von den verfügbaren Daten aus (Ergebnisse der Messnetze zur Wasserqualität, Analyse der Belastungen der Wasserkörper usw.).

Gefährliche Stoffe :
Stoffe oder Gruppen von Stoffen, die toxisch, persistent und bioakkumulierbar sind, und sonstige Stoffe oder Gruppen von Stoffen, die in ähnlichem Maße Anlass zu Besorgnis geben.

Gemeinsame Agrarpolitik (GAP):
Politik auf EU-Ebene, die hauptsächlich auf preisunterstützenden Maßnahmen und Subventionen beruht, damit die Landwirtschaft modernisiert und ausgebaut wird.

Großvieheinheit (GVE):
Einheit, die zum Zweck des Vergleichs verwendet wird, oder um Tiere unterschiedlicher Art oder Kategorie einordnen zu können. Die Berechnungsbasis für die Einheit ist der Nahrungsmittelbedarf der verschiedenen Tierarten. Eine Kuh von 600 kg, die 3000 l Milch jährlich gibt, entspricht von der Definition her 1 GVE, ein Schlachtkalb = 0,45 GVE, ein Schaf/Amme = 0,18 GVE, eine Sau = 0,5 GVE, eine Ente = 0,014 GVE.

Grundsatz der Deckung der mit der Wassernutzung verbundenen Dienstleistungskosten :
Deckung der Dienstleistungskosten (einschließlich Umweltkosten und Kosten für die Ressourcen) durch die verschiedenen Kategorien der Nutzer der Dienstleistungen.

Grundwasserkörper:
Ein abgegrenztes Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter(s).

Grundwassernichtleiter, Grundwasserleiter und Grundwassergeringleiter:
Diese drei Begriffe werden verwendet, um den mehr oder weniger durchlässigen Charakter von Felsformationen zu beschreiben.
Der Begriff Grundwasserleiter bezeichnet eine Formation, die ausreichend durchlässig und porös ist, um die Nutzung erheblicher Mengen an Grundwasser zu ermöglichen.
Der Grundwasserleiter enthält eine Grundwasseranreicherung (oder eine Grundwasserleitschicht), die aus Wasser besteht, das im Grundwasserleiter zirkuliert. Die Begriffe Grundwasserleiter und Grundwasseranreicherung sind also nicht gleichbedeutend: Ersterer bezeichnet das Gefäß, Letztere den Inhalt.
Der Begriff des Grundwassergeringleiters definiert eine halbdurchlässige Formation, in der die Wasserströmung mit einer geringeren Geschwindigkeit als in einem Grundwasserleiter erfolgt; eine Nutzung ist möglich, jedoch mit begrenzter Kapazität.
Der Begriff Grundwassernichtleiter entspricht einer undurchlässigen Formation. Er kann aus wirtschaftlichen Gründen nicht genutzt werden.

Grundwasserzustand:
Allgemeiner Ausdruck zur Beschreibung des Zustands eines Grundwasserkörpers. Dieser wird durch den schlechtesten Wert seines quantitativen Zustands und seines chemischen Zustands bestimmt.

Guter Zustand eines Wasserkörpers:
Der gute Zustand eines Oberflächenwasserkörpers ist erreicht, wenn sowohl sein ökologischer als auch sein chemischer Zustand zumindest „gut“ sind (Richtlinie 2000/60/EG) – Der gute Zustand eines Grundwasserkörpers ist erreicht, wenn sowohl sein quantitativer als auch sein chemischer Zustand zumindest „gut“ sind (Richtlinie 2000/60/EG).

 H  

Hydrogeologisch:
Alles, was sich auf das Verhalten des Wassers in den Oberflächenschichten der Lithosphäre bezieht (Oberflächenbereich der Erdrinde aus verfestigtem Gestein mit einer Stärke von etwa zwanzig Kilometern).

Hydromorphologie:
Wissenschaft, die die physischen Parameter der Wasserläufe untersucht, und zwar der Parameter bezüglich der Hydrologie (Zusammenhänge mit Grundwasservorkommen, Untersuchung der Entnahmen usw.) sowie die Parameter bezüglich der eigentlichen Morphologie des Wasserlaufs. Diese Wissenschaft untersucht die zeitliche und räumliche Entwicklung des Nebenbetts des Wasserlaufs (Kraft, Energie, Abfluss, Uferbeschaffenheit, Verlauf ...) und seiner Beziehungen zum Hauptbett (Altwasser, Hochwasser, Uferwälder ...). Auch die flussaufwärts/flussabwärts-Beziehungen (Längskontinuität) werden bei der Untersuchung der Morphologie des Wasserlaufs berücksichtigt.

Hydrophob:
Geht keine Verbindung mit dem Wassermolekül ein.

Hyporheisch:
Der Begriff „hyporheische Zone“ ist als die Schnittstelle zwischen den Oberflächengewässern und dem Grundwasser definiert. Es gibt mehrere Definitionen, die sich je nach wissenschaftlichem Fachbereich, danach, ob man sie unter dem Blickwinkel hydrologischer, hydrogeologischer oder ökologischer Prozesse betrachtet, unterscheiden (Vernoux, 2010) .

 I  

Interkalibrierung :
Vergleich zwischen den europäischen Ländern mit dem Zweck, Grenzwerte für die Klasse des guten Zustands festzusetzen. Diese Arbeiten, die 2005 und 2006 ausgeführt werden, beziehen sich vor allem auf die Parameter der biologischen Überwachung und basieren auf einem Netz von Überwachungsstandorten, die für die Ober- und Untergrenzen der Klasse des guten Zustands von mehreren europäischen Ländern gemeinsamen Wasserkörpertypen repräsentativ sind.

Investitionskosten der Dienstleistungen :
Verhältnis zwischen dem Wert der Errichtung oder des Erwerbs der technischen Anlagen im Neuzustand (für die Erbringung der mit der Wassernutzung verbundenen Dienstleistungen erforderliche Anlagen) und der veranschlagten Lebensdauer. Sie bilden den Mindestbetrag der vorzunehmenden jährlichen Investitionen, die die Kontinuität und Nachhaltigkeit der Dienstleistungen gewährleisten.

 J  

Jährlich erneuerbare Grundwasserressource:
Diese Ressource ist der durchschnittliche Wasserfluss, der jährlich bis in den gesättigten Bereich des Bodens vordringt. Sie entspricht der Grundwasseranreicherung (siehe oben). Die jährlich erneuerbare Grundwasserressource ist nicht zu verwechseln mit der verfügbaren Grundwasserressource (diese entspricht laut Rahmenrichtlinie dem „langfristigen Jahresdurchschnitt der Gesamtanreicherung abzüglich des langfristigen jährlichen Abflusses, der erforderlich ist, damit die ökologischen Qualitätsziele für die mit ihm in Verbindung stehenden Oberflächengewässer erreicht werden und damit jede signifikante Verschlechterung des ökologischen Zustands dieser Gewässer und jede signifikante Schädigung der mit ihnen in Verbindung stehenden Landökosysteme vermieden wird“), d. h. der Teil der jährlich erneuerbaren Grundwasserressource, der nachhaltig entnommen werden kann. Die verfügbare Grundwasserressource wird berechnet, indem von der erneuerbaren Ressource die jährliche Wassermenge abgezogen wird, die der Aufrechterhaltung der ökologischen Qualität der Oberflächengewässer vorbehalten ist.

 K  

Karst :
Eine Reihe an Oberflächen- und Untergrundformationen als Ergebnis der Auflösung des Karbonatgesteins (Kalkstein, Dolomit) durch das Wasser, das durch das Kohlendioxid sauer geworden ist. Im erweiterten Sinn eine Reihe an vergleichbaren Formationen, die sich in den Salzfelsen (Gips, Anhydrit, Halit) entwickeln.

Kieselalgen:
Einzellige planktonische oder benthische Süß- und Meerwasseralge, die sich durch eine zweiteilige Silikatschale auszeichnet.

Kollektive Abwasserreinigung (siehe auch Abwasserreinigung):
Die kollektive Abwasserreinigung betrifft städtische Abwässer aus Ballungsgebieten. Hier durchlaufen die Abwässer ein Netz von Abwasserrohren und Sammlern und gelangen dann in eine oder mehrere kollektive Klärstationen, wo sie behandelt werden. In Wallonien betreiben und verwalten sieben zugelassene Kläreinrichtungen die kollektiven Klärstationen, in enger Zusammenarbeit mit der SPGE.

Kollektive Abwasserreinigung (siehe auch Abwasserreinigung) :
Die Abwässer einer Gemeinde werden in einer oder mehreren kollektiven Klärstation(en) behandelt. Hierzu wird ein Kanalisations- und Sammlungsnetz errichtet. Die kollektiven Klärstationen werden von einer zugelassenen Kläreinrichtung betrieben.

Künstliche Neubildung:
Erhöhung der natürlichen Einspeisung von Grundwasserleitern oder Untergrundspeicher durch Zufuhrbrunnen, durch Aufbringung und durch Veränderung der natürlichen Bedingungen.

Künstlicher Wasserkörper:
Oberflächenwasserkörper, der durch menschliche Tätigkeiten entstanden ist (z. B. Wasserspeicher).

 L  

Landwirtschaftliche Nutzfläche (LNF):
Statistisches Konzept zur Beurteilung der Flächen, die von der Landwirtschaft genutzt werden. Die LNF besteht aus den Ackerflächen, immergrünen Flächen und Dauerkulturen. Sie umfasst nicht die Wälder und Forste. Allerdings gehören zu ihr auch die brachliegenden Flächen.

Langsame Abflusskomponenten:
Als Zwischenabfluss werden alle Abflusskomponenten bezeichnet, die in teilweise oder vollständig wassergesättigten Oberflächenbereichen vorkommen, d. h. in Bodenschichten, die unter der Oberfläche und oberhalb der ständigen Grundwasservorkommen gelegen sind. Der Zwischenabfluss weist eine geringere Fließgeschwindigkeit als der Oberflächenabfluss und eine höhere Fließgeschwindigkeit als der Basisabfluss auf.

Leitfähigkeit des Wassers :
Fähigkeit, elektrischen Strom zu leiten. Die Leitfähigkeit des Wassers hängt im Wesentlichen von dessen Gehalt an gelösten anorganischen Salzen ab.

Lithostratigrafie:
Die stratigrafische Methode (untersucht die Abfolge unterschiedlicher geologischer Schichten, siehe Definition unten) ist die Untersuchung von Sedimentaufschichtungen nach geometrischen, lithologischen und petrografischen (Beschreibung von Gesteinen und Analyse ihrer strukturellen, mineralogischen und chemischen Eigenschaften) Gesichtspunkten.

 M  

Makrophyten:
Große Pflanzen, die in aquatischen Ökosystemen wachsen. Das sind Pflanzen, die aufgetaucht (z. B. Schilf) frei schwimmend (z. B. Wasserlinsen), untergetaucht und schwimmend (z. B. Seerosen) und in der Regel getaucht (z. B. Laichkraut) sein können.

Makroschadstoffe:
Schadstoffe in Konzentrationen von etwa einem Milligramm pro Liter, durch die Fehlfunktionen der natürlichen Systeme erzeugt werden. Beispiele: Stickstoff, Phosphor, organischer Kohlenstoff usw.

Matières en suspension MES (Schwebstoffe):
Im Wasser schwebende Feinpartikel. Die Partikel sind entweder natürlichen Ursprungs (z. B. abgetragene Erdpartikel nach Regenfällen) oder durch menschliche Tätigkeiten entstanden (z. B. Partikel in Einleitungen städtischer und/oder industrieller Abwässer). Ihre Wirkung kann (i) mechanischer Art sein, wenn sie Sedimente oder einen Film bilden, der das Eindringen von Licht in den Wasserlauf verhindert (Reduzierung der Fotosynthese) oder wenn sie die Kiemen der Fische verkleben oder (ii) chemischer Art, wenn sie eine verdeckte potenzielle Verschmutzung in den Sedimenten bilden.

Matières Organiques Exogènes à l’Agriculture MOEA (Landwirtschaftsfremde Organische Substanzen):
Organische Nebenprodukte, die in der Landwirtschaft verwertet werden können: Klärschlämme aus kollektiven und industriellen Klärstationen, Gärreste der Biomethangaserzeugung, Kompost (u. a. Pflanzenabfälle, Schlämme, Haushaltsabfälle).

Mehrwert :
Wert der Güter und Dienstleistungen, die im Lauf eines Jahres von einem nationalen Unternehmenssektor erzeugt bzw. erbracht werden, abzüglich des Werts der Güter und Dienstleistungen, die in den Produktionsprozess aufgenommen werden (Vorleistungen). Er wird in Geldeinheiten ausgedrückt.

Mengenmäßiger Zustand :
Der mengenmäßige Zustand ist die Bewertung des Gleichgewichts zwischen den Entnahmen sowie den mit der Speisung der Oberflächengewässer zusammenhängenden Bedürfnissen einerseits und der natürlichen Neubildung eines Grundwasserkörpers andererseits. Der mengenmäßige Zustand umfasst zwei Klassen:

Mikroschadstoff:
Aktives mineralisches oder organisches Produkt, das in geringsten Konzentrationen (in der Größenordnung von µg/l oder weniger) potenziell eine toxische Wirkung hat.

Mindestwasserstand:
Minimaler Wasserstand, der entlang eines Bauwerks permanent aufrechterhalten werden muss, um das biologische Gleichgewicht und den Gebrauch des Wassers stromabwärts zu erhalten.

Mit der Wassernutzung verbundene Dienstleistungen:
Verschiedene Dienstleistungen für Haushalte, öffentliche Einrichtungen und jedwede Art von Gewerbe: (i) Entnahme, Aufstauung, Speicherung, Behandlung und Verteilung von Oberflächen- oder Grundwasser, (ii) Anlagen für die Sammlung und Behandlung von Abwasser, die anschließend in Oberflächengewässer einleiten.

 N  

Nährstoffe :
Verschiedene organische und mineralische Stoffe, die für einen lebenden Organismus zur Lebenserhaltung erforderlich sind.

NATURA 2000:
Das Natura 2000-Netz umfasst natürliche und naturnahe Gebiete in der europäischen Union, die aufgrund ihrer besonderen Fauna und Flora ein bedeutendes Naturerbe darstellen.

Natürliche Verklausung:
Erscheinung aufgrund der Ansammlung von Treibgut (Pflanzen, Äste, Steine, Holz, diverse Bruchstücke usw.) im Nebenbett eines Wasserlaufs. Ein Murschwall entsteht durch den Aufbruch einer Verklausung.

Neubildung des Grundwassers:
Anteil der Niederschläge, die wirksam in das Grundwasser eindringen.

Niedrigwasser:
Niedrigwasserstand eines Fließend-Wasser-Ökosystems (Wasserlauf insgesamt) oder eines Stillwasser-Ökosystems (ruhige, sich langsam erneuernde Gewässer wie Seen, Sümpfe, Teiche).

Nitrawal:
Eine Vereinigung ohne Gewinnerzielungsabsicht zur Betreuung der Landwirtschaft beim Schutz der Wasserressourcen vor Verunreinigungen durch Nitrate. Sie ist in der ganzen Wallonie unter besonderer Berücksichtigung der gefährdeten Gebiete tätig (http://www.nitrawal.be).

 O  

Oberflächenwasserkörper:
Einheitlicher und bedeutender Abschnitt eines Oberflächengewässers, z. B. ein See, ein Speicherbecken, ein Strom, Fluss oder Kanal, ein Teil eines Stroms, Flusses oder Kanals, ein Übergangsgewässer oder ein Küstengewässerstreifen.

Ökologischer Zustand:
Zustand eines Oberflächenwasserkörpers, der gemäß Anhang V der Wasserrahmenrichtlinie bestimmt wird. Der ökologische Zustand ist das Ergebnis der Bewertung der Struktur und Funktionsfähigkeit aquatischer, in Verbindung mit Oberflächengewässern stehender Ökosysteme. Er ist gestützt auf die Qualitätskomponenten genannten Kriterien, die biologischer (Vorkommen von Pflanzen und Tieren), hydromorphologischer (beispielsweise Artifizierung der Ufer) oder physikalisch-chemischer (Vorkommen von Verbindungen wie beispielsweise Nitrate und Phosphate) Art sein können. Der ökologische Zustand zeigt eine Abweichung in Bezug auf die Referenzbedingungen, also von den typischen Bedingungen eines nicht oder nur geringfügig durch menschliche Tätigkeiten beeinflussten Oberflächengewässers. Der ökologische Zustand umfasst fünf Klassen (sehr gut, gut, durchschnittlich, mangelhaft und schlecht).

Operative Überwachung:
Diese Überwachung zielt darauf ab, (i) den Zustand der Wasserkörper zu bestimmen, bei denen festgestellt wurde, dass sie Gefahr laufen, ihre Umweltziele nicht zu erreichen, und (ii) die Veränderungen beim Zustand dieser Körper in der Folge von umgesetzten Maßnahmenprogrammen zu bewerten.
Organismes d’assainissement Agréé OAA (Für die Klärung anerkannte Einrichtungen):
Interkommunalen (früher für die Reinigung anerkannte Einrichtungen OEA genannt) sind im Bereich der Abwasserklärung in der Wallonie tätig. Es gibt sieben: AIDE, AIVE, INASEP, IDEA, IPALLE, IBW und IGRETEC. Sie gewährleisten, gegen Vergütung, insbesondere die Errichtung von Reinigungswerken wie Sammler und Klärstationen sowie (über Immobilien-Leasingverträge) den Betrieb dieser Werke.

 P  

PBT Ubiquist:
Persistente, bioakkumulierende und toxische Stoffe, die in hoher oder geringer Konzentration häufig in allen Arten von Wasserkörpern vorzufinden sind, weil sie entweder diffus in die Umwelt abgegeben werden oder wegen ihrer inhärenten Eigenschaften (Beständigkeit).

Pedologie :
Untersuchung des Bodens, seiner chemischen, physikalischen und biologischen Merkmale, seiner Entwicklung.

PEGASE:
Deterministisches Modell zur Simulation der Wasserqualität, weitere Informationen siehe Begleitdokument „Methodischer Leitfaden“.

Pestizide :
In einer Kultur aufgebrachte Stoffe zur Bekämpfung von Schadorganismen. Dies ist der Überbegriff für Insektizide, Fungizide, Herbizide und Parasitizide. Sie werden bei der jeweiligen Bekämpfung von schädlichen Insekten, Schimmeln, „Unkraut“ und parasitischen Würmern eingesetzt.

Pflanzenschutz (Produkte) :
Sie werden auch Pflanzenschutzmittel oder Pestizide genannt und umfassen alle für den Pflanzenschutz bestimmten Produkte (Herbizide, Fungizide, Insektizide usw.).

Pflanzenschutzmittel:
Präparat mit einem oder mehreren Wirkstoffen in der Form, in der sie dem Nutzer geliefert wird, und die für die folgenden Zwecke bestimmt ist: (i) Schutz der Pflanzen oder pflanzlichen Produkte vor Schadorganismen oder Verhinderung von deren Aktion (ii) Ausübung einer Wirkung auf die vitalen Prozesse der Pflanzen, sofern es sich nicht um Nährstoffe handelt (iii) Gewährleistung der Konservierung der pflanzlichen Produkte, sofern diese Stoffe oder Produkte nicht Gegenstand besonderer Bestimmungen des Rates oder der Kommission der Europäischen Gemeinschaften zu Konservierungsstoffen sind (iv) Vernichtung der unerwünschten Pflanzen oder (v) Vernichtung von Pflanzenteilen, ein unerwünschtes Wachstum von Pflanzen stoppen oder verhindern (Richtlinie 91/414/EWG).
Die Begriffe „Pestizid“, „phytosanitäres Produkt“, „phytopharmazeutisches Produkt“, „Pflanzenschutzmittel“ und „Kulturpflanzenschutzmittel“ werden in der Praxis in einem mit dem Begriff Pflanzenschutzmittel verwandten Sinn ebenfalls häufig verwendet.

PGDA:
Programm für den nachhaltigen Stickstoffeinsatz in der Landwirtschaft in Folge der Umsetzung der europäischen Richtlinie 91/676/EWG über den Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen.

pH-Wert :
Zahl zwischen 0 und 14 zur Charakterisierung der Azidität oder Basizität einer Umgebung. Eine Lösung wird sauer genannt, wenn ihr pH-Wert kleiner als 7 ist, wenn dieser größer als 7 ist, wird sie basisch genannt, ist dieser gleich 7, wird sie neutral genannt.

Phyteauwal:
VoG, deren Ziel es ist „… Verwender von Pflanzenschutzmitteln […]“„ und die zuständigen Behörden zu unterstützen, damit alles getan wird, um die Auswirkungen dieser Mittel auf Naturschätze und Umwelt zu reduzieren.“

Phytoplankton:
Verschiedene, sehr kleine pflanzliche Organismen, die im Wasser schweben.

Phytosanitäre Produkte:
Auch phytopharmazeutische Produkte (siehe Definition unten), Pestizide oder Pflanzenschutzmittel (PSM) genannt. Dies sind alle für den Pflanzenschutz bestimmte Produkte (Herbizide, Fungizide, Insektizide usw.).

Piezometrik (Wasserstand):
Höhe der freien Fläche eines Grundwasservorkommens, die klassischerweise durch ein in den Boden gebohrtes und ausgekleidetes Loch (Piezometer genannt) gemessen wird. Die Wasserspiegelhöhe des Grundwassers ist die Wasserspiegelhöhe, auf der der Druck (unter Abzug des atmosphärischen Drucks) gleich Null ist.

Plans d’assainissement par sous-bassin hydrographique PASH (Abwasserreinigungsplan pro Teileinzugsgebiet):
Plan, in dem die Reinigungsverfahren für städtische Abwässer (kollektiv, autonom oder vorübergehend) für alle Gebiete angegeben werden, die gemäß den Sektorenplänen für die Verstädterung vorgesehen sind, und die Aufgaben und Pflichten in Bezug auf die Behandlung und Entsorgung städtischer Abwässer genannt werden.

Pollution Prevention and Control (IPPC):
Auf Deutsch: Integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung. Gemäß der Richtlinie 2008/1/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008 über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung ist für industrielle und landwirtschaftliche Tätigkeiten mit hohem Verschmutzungspotenzial eine Zulassung erforderlich. Diese Zulassung kann lediglich gewährt werden, wenn bestimmte Umweltbedingungen erfüllt werden, sodass die Betriebe selbst für die Verhütung und Verringerung der Verschmutzung, die sie verursachen, verantwortlich sind. Die Richtlinie 2008/1/EG wurde ersetzt durch die Richtlinie 2010/75/EU (sog. IED-Richtlinie) zu Industrieemissionen, mit der die Richtlinie 2008/1/EG (sog. IPPC-Richtlinie) sowie sechs weitere Richtlinien zu einer einzigen Richtlinie zu Industrieemissionen zusammengefasst wurden.

Prioritäre Stoffe:
Die Stoffe unter den Stoffen, die ein erhebliches Risiko für bzw. durch die aquatische Umwelt (Oberflächengewässer) darstellen, die auf europäischer Ebene als besonders gefährlich eingestuft werden. Die erste Liste mit 33 prioritären Stoffen und Stoffgruppen wurde mit Beschluss 2455/2001/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 20.11.2001 in den Anhang X der WRRL aufgenommen. Die Liste wurde 2008 durch die UQN-Richtlinie 2008/105/CE vom 16. Dezember 2008, die Umweltqualitätsnormen im Bereich Wasser festlegt, abgeändert. In dieser Liste von 2008 wurden 13 Stoffe und Stoffgruppen als prioritär gefährlich und 20 als prioritär eingestuft. 2013 wurden mit der Richtlinie 2013/39/EU vom 12. August 2013 zwölf weitere prioritäre Stoffe in die Liste aufgenommen, sechs davon wurden als prioritär gefährlich eingestuft.

Produktionskosten der Dienstleistungen :
Summe der Investitionskosten und Betriebskosten der Dienstleistungen.

 Q  

Quantitativer Zustand:
Zustand eines Grundwasserkörpers, der das Gleichgewicht zwischen den Entnahmen und dem Bedarf an Grundwasser für die Versorgung der Oberflächengewässer einerseits und der natürlichen Neubildung eines Grundwasserkörpers andererseits darstellt. Der quantitative Zustand umfasst zwei Klassen: gut und durchschnittlich. Der gute quantitative Zustand des Grundwassers wird erreicht, wenn die Wasserentnahmen nicht höher liegen als die Neubildungsfähigkeit der verfügbaren Ressource, wobei die notwendigen Wassermengen für die Speisung der von ihr direkt abhängigen aquatischen Ökosysteme an der Oberfläche, der Standorte und der Feuchtgebiete zu berücksichtigen ist.

 R  

RAMSAR-Gebiete:
Im Rahmen eines internationalen Abkommens, dessen offizielle Bezeichnung „Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Wattvögel, von internationaler Bedeutung“ ist, abgegrenzte Schutzgebiete. Das Abkommen wurde von den teilnehmenden Staaten während einer Versammlung in Ramsar, Iran, am 2. Februar 1971 verfasst und angenommen. Es ist am Sonntag, 21. Dezember 1975 in Kraft getreten.

Rückhaltebecken :
Künstliches Becken, das die Speicherung eine große Menge an Wasser für durch den Menschen bedingte Zwecke ermöglicht (Wasserkraft usw.).

 S  

Sammler:
Leitung mit großer Abmessung, die die Abflüsse der Kanalisation mit der kollektiven Klärstation verbinden.

Schutzgebiet :
Gebiet, für das gemäß den spezifischen gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften zum Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers oder zur Erhaltung von unmittelbar vom Wasser abhängigen Lebensräumen und Arten ein besonderer Schutzbedarf festgestellt wurde (Richtlinie 2000/60/EG, Artikel 6).

Schwebstoffe :
Feine, in einem Gewässer schwebende Partikel, entweder natürlichen Ursprungs, aufgrund des Niederschlags, oder durch städtische und industrielle Einleitungen. Sie haben eine schädliche mechanische Wirkung, d. h., sie bilden einerseits Sedimente und eine Abschirmung, so dass wenig Sonnenlicht eindringt (verringerte Photosynthese), und andererseits verursachen sie ein Verkleben der Kiemen der Fische. Ansonsten sind ihre Auswirkungen chemischer Art, wodurch sie eine verdeckte potenzielle Verschmutzung in den Sedimenten bilden.

Selbstkontrolle:
Kontrolle der Einleitungen (Menge, Schadstoffkonzentration) eines Betriebs oder der Funktionsabläufe eines Abwasserreinigungssystems durch den Betrieb selbst oder durch den oder die Betreiber des Abwasserreinigungssystems. Die Modalitäten der Kontrolle und der Maßnahmen zur Selbstkontrolle sind in den Rechtsvorschriften bezüglich der Umweltgenehmigung festgelegt.

SEQ-Eso:
System zur Beurteilung der Qualität des Grundwassers in der Wallonie, das von der Direktion Grundwasser des ÖDW entwickelt und am 22. Mai 2003 durch die wallonische Regierung bestätigt wurde. Dieses System berücksichtigt alle potenziellen Einflüsse menschlicher Tätigkeiten auf das Wasser und sämtliche Arten der Wassernutzung und ermöglicht eine schnelle zusammenfassende Analyse des chemischen Zustands des Grundwassers.

SEVESO-Betriebe:
SEVESO-Betriebe sind Industrieanlagen, die bei Unfällen eine Gefährdung aufgrund der Art und Menge der gelagerten Substanzen darstellen. Ein Unfall in einem SEVESO-Betrieb könnte zu Schäden für Mensch, Güter und Umwelt führen.

Spezifische Schadstoffe ökologischer Zustand:
Schadstoffe in Oberflächengewässern. Die Liste spezifischer Schadstoffe in Wallonien wurde erstellt in Übereinstimmung mit Artikel R.133, Anhang VII des verordnungsrechtlichen Teils von Buch II des Umweltgesetzbuches, das das Wassergesetzbuch enthält.

Stakeholders:
Auf Deutsch: Teilhaber. Ein Stakeholder ist ein individueller oder kollektiver (Gruppe oder Organisation) Akteur, der aktiv oder passiv durch eine Entscheidung oder ein Projekt betroffen ist, d. h., seine Interessen können durch die Ausführung oder Nichtausführung positiv oder negativ berührt werden.

 T  

Tatsächlicher Kostenpreis der Reinigung (TKR):
Kosten der öffentlichen Leistungen zur Reinigung städtischer Abwässer einschließlich der Dienstleistungen für die Abwassersammlung und -reinigung. Der tatsächliche Kostenpreis Reinigung geht zulasten der Trinkwassererzeuger/-versorger, die die Einnahmen aus dem tatsächlichen Kostenpreis Reinigung in Abhängigkeit von den verteilten Mengen an die SPGE zahlen. Die Erzeuger-Versorger stellen den tatsächlichen Kostenpreis Reinigung anschließend den Nutzern der Ressource in Rechnung.

Tatsächlicher Kostenpreis Verteilung (TKV):
Alle Kosten für die Wasserproduktion und -versorgung einschließlich der Kosten für den Schutz des zum Zweck der öffentlichen Versorgung entnommenen Wassers. Der TKV wird pro Kubikmeter verteiltes Wasser berechnet.

Trockenlegungswasser :
Aus einer Bergbaugrube abgepumptes Wasser, um die Betriebsbauwerke trocken zu halten.

 U  

Überblicksweise Überwachung:
Diese Art der Überwachung wird durchgeführt, um den allgemeinen Qualitätszustand der Oberflächengewässer und des Grundwassers langfristig zu bewerten.

Überlaufbecken :
Künstliches Becken, das ermöglicht, vorübergehend eine große Menge an Wasser zu speichern, um die Auswirkungen von Überschwemmungen zu verringern.

Überschwemmungsgebiete :
Natürlicher oder gestalteter Raum, in dem sich das Wasser beim Überlaufen des Hauptbetts der Wasserläufe ausbreitet. Die temporäre Speicherung des Wassers begrenzt das Hochwasser, indem dessen Fließdauer ausgeweitet wird.

Umweltgenehmigung :
Von der Verwaltung erteilte Genehmigung, eine bestimmte Menge an Schadstoffen in das Wasser, den Boden oder die Atmosphäre abzuleiten.

Umweltgenehmigungen der Klasse 1 und 2:
Dokument, das in Wallonien für Betriebsstätten für bestimmte Tätigkeiten oder mit bestimmten Einrichtungen für Produktion, Dienstleistung, Fabrikation usw. benötigt wird. Die Betriebsstätten werden je nach ihrer potenziellen Umweltschädlichkeit in drei Klassen unterteilt: Klasse 1 für Tätigkeiten mit sehr großen Auswirkungen für Gesundheit und Umwelt, Klasse 3 für Tätigkeiten von geringer Umweltschädlichkeit, Klasse 2 für Tätigkeiten von mittelgroßer Umweltschädlichkeit. Eine Umweltgenehmigung ist erforderlich für Einrichtungen der Klassen 1 und 2. Die Genehmigung enthält die technischen Bestimmungen, die der Betreiber beachten muss, damit die Einrichtungen bzw. Tätigkeiten keine Beeinträchtigung für die unmittelbare Nachbarschaft darstellen und die Umwelt nicht belasten.

Umweltkosten :
Kosten der aufgrund der menschlichen Aktivitäten an der Umwelt verursachten Schäden.

Umweltqualitätsnorm:
Konzentration eines bestimmten Schadstoffs oder einer bestimmten Schadstoffgruppe, die in Wasser, Sedimenten oder Biota aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes nicht überschritten werden darf.

Umweltziele :
Die durch die Rahmenrichtlinie festgesetzten Umweltziele beinhalten mehrere Aspekte:

Ungesättigte Zone:
Ungesättigte Zone des Bodens oder Untergrunds an der Schnittstelle zwischen Atmosphäre-Pedosphäre und Grundwasser. In dieser Zone die Poren des Bodens teilweise mit Wasser (mit Ausnahme des Kapillarsaums) und mit Gas (meistens Luft) gefüllt, während in der wassergesättigten Zone (oder der Grundwasserschicht), das gesamte Porensystem mit Wasser gefüllt ist.

 V  

Veränderung einer aquatischen Umwelt :
Veränderung des Zustands einer aquatischen Umwelt oder eines Hydrosystems in Richtung einer Verschlechterung. Die Veränderungen werden ihrer Art (physikalisch, ionisch, organisch, giftig, bakteriologisch usw.) und ihren Auswirkungen (Eutrophierung, Asphyxie, Vergiftung, Veränderung der Populationen usw.) nach definiert. Diese Veränderungen sind zumeist anthropogen, können jedoch gleichfalls natürlichen Ursprungs sein.

Vertraglicher Beitrag für den Schutz der Wassergewinnung :
Er geht zu Lasten der Erzeuger-Versorger, die mit der SPGE einen Dienstleistungsvertrag zum Schutz der Wassergewinnung abgeschlossen haben. Er ersetzt die durch das Dekret vom 30.04.1990 eingeführte Gebühr zum Schutz der Wassergewinnung.

Viertbehandlung:
Die Viertbehandlung besteht in der Desinfektion der städtischen Abwässer, die aufgrund ihrer Verschmutzung mit krankheitserregenden Keimen eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen (zum Beispiel dort, wo das Baden erlaubt ist). Die diese Verschmutzung charakterisierenden Parameter sind Darmenterokokken und fäkale coliforme Keime (insbesondere Escherichia Coli), die in einem Wasservolumen festgestellt werden.

 W  

Wasserhaltung:
Entfernen von Sickerwasser aus Bergwerken und aus dem Untertagebereich. Das Grubenwasser aus Steinbrüchen (das sich bildet, wenn ein Steinbruch eröffnet oder vertieft wird, und zwar entweder, weil eine Karstquelle entsteht oder weil bei den Bohrungen der Grundwasserspiegel erreicht wurde) werden mit Blick auf den Erhalt der Wasserressource immer stärker genutzt.

Wasserhärte:
Ausdruck für den Gehalt an Kalzium- und Magnesiumionen des Wassers. Wenn diese Ionen in hoher Konzentration vorhanden sind, wird das Wasser als hart bezeichnet.

Wasserrahmenrichtlinie (2000/60/EG) :
Richtlinie, die neue Kriterien in Sachen Wasserpolitik für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auferlegt. Die WRRL bezweckt ein Erreichen des „guten Zustands“ aller Oberflächengewässer und Grundwasser bis 2015.

Wasserstandsanzeiger:
Elektromechanische Aufzeichnung des Grundwasserstandes auf fortlaufender Papierrolle.

Wasserstandsmessung :
Messung der Höhe eines Sees, eines Wasserlaufs.

 X  

 Y  

 Z  

Zustand eines Grundwassers:
Allgemeiner Ausdruck zur Beschreibung des Zustands eines Grundwasserkörpers. Dieser wird durch den schlechtesten Wert seines quantitativen Zustands und seines chemischen Zustands bestimmt.

Zustand eines Oberflächengewässers:
Allgemeiner Ausdruck zur Beschreibung des Zustands eines Oberflächenwasserkörpers. Dieser wird durch den schlechtesten Wert seines ökologischen Zustands und seines chemischen Zustands bestimmt.

Zweitbehandlung:
Die Zweitbehandlung besteht aus dem Abbau der in den Abwässern enthaltenen organischen Belastung durch Mikroorganismen. Die diese Schadstoffbelastung charakterisierenden Parameter sind der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) und der biologische Sauerstoffbedarf (BSB5). Sie werden ausgedrückt in mg O2/l.



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